Loading...

Meine Daten – deine Daten: Wissen, worauf es wirklich ankommt

Daten sind der «Treibstoff» der digitalen Transformation. Doch welche Daten bringen Sie tatsächlich auch voran? Forum Intralogistik hat schon einmal für Sie vorsortiert.

Wichtig sind …

… Daten, die Prozesse als zeit- und zustandsbehaftete Systeme erkennbar machen. Aktuelle Datenanalysemethoden reduzieren allerdings oft den betrachteten Prozess derart, dass die Zeitabhängigkeit vernachlässigt werden kann. Dies ist aber gerade in der Intralogistik nicht zielführend.

… Datenanalyseverfahren, die Echtzeitanforderungen entsprechen. Diese sind unverzichtbar, wenn die eingesetzten technischen Systeme ihrerseits eine Reaktion nahe der Echtzeit verlangen.

… Daten, die dazu beitragen, neue datenbasierte Geschäftsmodelle zu entwickeln und diese gegebenenfalls zeitnah mit Lead-Kunden zu erproben. Damit verbindet sich eine herausragende Innovationskraft für Intralogistik-Lösungen  von morgen.

… alle Wege zur Datenintegration. Mit der zunehmenden Bedeutung des E-Commerce steigt auch die Anforderung an den Grad der Vernetzung, der Automatisierung und der Systemintegration. Bei der Entwicklung neuer Lösungen kann der IT-Anteil heute schon bis zu 50 Prozent betragen. Je tiefer die Datenintegration ist, desto leistungsfähiger und effizienter ist die Intralogistik-Anlage.

… Daten, die autonom agierende innerbetriebliche Transportsysteme dazu befähigen, ihre Route eigenständig zu organisieren, oder die Lager befähigen, die Leerstände in Echtzeit zu erkennen und zu füllen. Diese Anforderung gewinnt immer mehr an Bedeutung, seit E-Commerce und Automatisierung kartonverpackter Ware und damit auch kleinen Ladungsträgern eine immer wichtigere Rolle zuweisen . Die Datenarchitektur muss dann gezielt auf flexible, kleinteilige, multifunktional einsetzbare Fahrzeuge zugeschnitten sein, die sich idealerweise selbstständig abstimmen, wer welchen Auftrag übernimmt und welche Route fährt.

… leistungsfähige Sicherheitssysteme für alle system- und prozessrelevanten Daten. Cyberkriminelle unterscheiden nicht zwischen wichtigen und unwichtigen Daten. Sie hacken alles, was ihnen in die (Lang-)Finger kommt: vom Diebstahl von Kunden- und Mitarbeiterdaten über die Überwindung von Sicherheits- und Kontrolleinrichtungen von Lagern bis hin zum digitalen «Entführen» von Lieferdrohnen. Und der digitale Raubzug lohnt sich. Der weltweiten Logistikbranche drohen bereits 2020 rund sechs Milliarden Euro an Schäden durch Cyberkriminalität, warnt eine Analyse der Strategieberatung Oliver Wyman. Dies umfasse lediglich die direkten Kosten von Hacking-Angriffen und Datenlecks. Indirekte, langfristige Kosten, wie Reputationsschäden oder Verluste geistigen Eigentums, seien dabei noch gar nicht berücksichtigt.

Unwichtig sind …

… starre und unflexible Systeme beziehungsweise Konzepte: Sie werden zukünftig mehr und mehr an Boden verlieren. Zunehmend gefragt sind vielmehr Systeme, die skalierbar sind und flexibel auf sich ändernde Anforderungen reagieren können.

… Datenerhebungen als Selbstzweck. «Datenfriedhöfe» braucht niemand. Vielmehr sind Tools gefragt, die Daten auch sinnvoll gewichten. Es sollte dabei im Ergebnis weniger um eine Differenzierung der Daten, sondern um eine Differenzierung der Erkenntnisse gehen. Der Schlüssel zum Erfolg ist immer die Datenintegration.

… ausschliessliche Daten-Fokussierungen auf Robotik. Dass in der Industrie 4.0 und Logistik 4.0 nur noch vollautomatisierte Prozesse durch Roboter ausgeführt werden, ist eher nicht zu erwarten. Experten gehen davon aus, dass autonome Systeme überwiegend nicht wertschöpfende beziehungsweise repetitive Tätigkeiten übernehmen werden. Zugleich sehen sie eine Verlagerung von menschlichen Aktivitäten auf komplexe Tätigkeiten in wertschöpfenden Prozessen beziehungsweise in der Planung, Qualitätssicherung und -überwachung. Zudem wird die Automatisierung mehr Fachleute für Wartung, Service und Instandhaltung benötigen.

… Datenanalysen, die nur einen einzigen Vertriebskanal betreffen. E-Commerce ist zwar mit grossen Schritten auf dem Vormarsch, ersetzt aber die anderen Vertriebskanäle nicht vollständig. Mehr denn je ist Omni-Channeling gefragt. Wenn beispielsweise jemand, der bislang ausschliesslich Geschäfte beliefert hat, nun auch Endkunden bedient, steigt die Komplexität. Es bedarf dann eines Distributionszentrums und einer Prozessarchitektur, die beides können.