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Das Logistik 4.0 Trend-Glossar

Das Logistik 4.0 Trend-Glossar

Algorithmik

bezeichnet Rechenabläufe, die bspw. Erkenntnisse oder Nutzerverhalten aus grossen Datenmengen herausfiltern und/oder Abweichungen von normalen (Produktions-)Prozessen automatisch erkennen, daraus lernen und sich weiter optimieren.

Big Data

Bezeichnung für Konzepte, Methoden, Technologien und IT-Architekturen, mit denen qualitativ vielfältige Datenvolumina gewonnen und ausgewertet werden. Es handelt sich um Datenmengen, die aufgrund ihres Umfangs, ihrer Unterschiedlichkeit oder Schnelllebigkeit nur schwer von Hand oder durch klassische Datenbanksysteme verarbeitet werden können. Big Data liefert wichtige Informationen für wirtschaftliche Entscheidungen in Organisationen.

Blocklager

nehmen Packmittel ohne feste, im Lager angebrachte Vorrichtungen wie z. B. Regale auf. Sie eignen sich für Waren gleicher Art, selten benötigte Waren und für den effizienten Umgang mit hohen Entnahmemengen. Dazu werden die entsprechenden Kisten oder Paletten meist in mehreren Lagen übereinander und nebeneinander gestapelt. Die Vorteile: Es entfallen die Wartungs- und Investitionskosten für Regale und die Anordnung der Ware ist jederzeit veränderbar. Der Nachteil: Schlechte Zugriffsmöglichkeiten auf einzelne Artikel.

Cloud Computing

meint das dynamisch an den Bedarf angepasste Anbieten, Nutzen sowie Abrechnen von IT-Dienstleistungen über ein «Netz». Die Spannbreite der Dienstleistungen erstreckt sich über das komplette Spektrum der Informationstechnik und beinhaltet unter anderem Infrastruktur (bspw. Rechenleistung, Speicherplatz), Anwendungen und Dienste, Plattformen und Software.

Cyber-physische Systeme

sind Systeme mit eingebetteter Software und Elektronik, die über Sensoren und sogenannte Aktoren (Antriebselemente) mit der Aussenwelt verbunden sind. Zunehmend werden sie untereinander und in das Internet vernetzt. Mithilfe der Sensoren verarbeiten diese Systeme Daten aus der physikalischen (natürlichen) Welt und machen sie für netzbasierte Dienste verfügbar, die durch Aktoren direkt auf Vorgänge in der physikalischen Welt einwirken können. Die physikalische Welt verschmilzt also mit der virtuellen – dem Cyberspace.

De-facto-Standards

sind Standards, die nicht von einer offiziellen Standardisierungsorganisation definiert sind, sondern sich über langzeitige Nutzung in der Praxis als sinnvoll erweisen. Viele De-facto-Standards, wie zum Beispiel Compact Disc (CD), Blue-Ray-Disc (BD) oder TCP-Protokoll, werden später in offizielle Standards (De-jure-Standards oder Normen) überführt.

Dezentrales Rechnen

«Distributed Computing», oder auch als verteiltes Rechnen genannt, steht für den Datenverkehr und Rechenarbeit über mehrere unabhängige Rechner und nicht über einen zentralen Server.

E-Commerce

Kurzform für Electronic Commerce: Kauf und Verkauf von Waren und Dienstleistungen über elektronische Verbindungen sowie elektronisch abgewickelte Geschäftsprozesse.

Fahrerlose Transportsysteme

sind automatisch gesteuerte, flurgebundene Fördersysteme für den Materialtransport. Sie bestehen aus einem oder mehreren fahrerlosen Transportfahrzeugen und einer zentralen Leitsteuerung. Als innerbetriebliche Fördersysteme verfügen FTS über Instrumente zur Standortbestimmung und Lageerfassung sowie zur Datenübertragung. Fahrerlose Transportfahrzeuge werden zumeist elektrisch angetrieben.

ERP

Durch Enterprise Resource Planningsysteme sind in der Intralogistik im Zusammenspiel mit Warehouse Management Systemen individuell konfigurierbare Auswertungen und genaue Analysen möglich, durch die sich ungenutzte Potenziale in der Verwaltung und Steuerung des Lagers aufdecken und Prozesse wesentlich effizienter gestalten lassen. Im Blick sind dabei die Bereiche Beschaffung/Materialwirtschaft, Produktion, Vertrieb, Forschung und Entwicklung, Anlagenwirtschaft, Personalwesen, Finanz- und Rechnungswesen, Controlling usw., die über eine gemeinsame Datenbasis miteinander verbunden sind. Durch die unternehmensweite Konsolidierung der Daten ist eine Unterstützung der Planung über sämtliche Unternehmensebenen hinweg möglich.

Industrie 4.0

umschreibt die «4. Industrielle Revolution», in der sich Werkstücke weitgehend selbstständig durch einen Produktionsprozess bewegen. Dies ermöglicht eine Individualisierung sogar in der Serienfertigung oder auch eine Kopplung von Produktion und Dienstleistung sowie die Integration von Kunden und Geschäftspartnern in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse. Inbegriffen sind Systeme sowie (teil-)autonome Maschinen, die sich ohne menschliche Steuerung bewegen und eigenständig «Entscheidungen» treffen.

Internet der Dinge

Die Vernetzung von Gegenständen mit dem Internet, bei der diese eigenständig über das Internet kommunizieren und so verschiedene Aufgaben für den Besitzer erledigen können (siehe auch cyber-physische Systeme). Die Objekte werden durch Programmierbarkeit, Speichervermögen, Sensoren und Kommunikationsfähigkeiten intelligent. Der Anwendungsbereich erstreckt sich dabei von allgemeiner Informationsversorgung über automatische Bestellungen bis hin zu Warn- und Notfallfunktionen.

Intralogistik

umfasst «die Organisation, Steuerung, Durchführung und Optimierung des innerbetrieblichen Materialflusses, der Informationsströme sowie des Warenumschlages in Industrie, Handel und öffentlichen Einrichtungen». Unter dieses breite Verständnis fallen Prozesse wie Wareneingang, Lagerung, Sortierung, Kommissionierung, Verpackung, Warenausgang, Verladung und Warenumschlag. Ein fester Bestandteil der Intralogistik ist zusätzlich die organisatorische, steuerungs- und softwaretechnische Vernetzung sämtlicher tangierter Prozesse.

ISM

ist bei Jungheinrich das Kürzel für «Informationssystem für das Staplermanagement». ISM Online unterstützt die Nutzer bei der analytischen Sammlung, Beobachtung und Auswertung von Flottendaten – standortübergreifend, international und herstellerunabhängig. Das webbasierte und intuitiv zu bedienende Jungheinrich Flottenmanagement-Tool stellt konkrete Daten für konkrete Entscheidungen zur Verfügung, um die bestehende Fahrzeugflotte effizient und kostenoptimal zu managen.

Logistikberatung / Logistic Consulting

führt von der Analyse und Optimierung bestehender Anlagen über die optimale Projektierung einer neuen Anlage bis hin zur Implementierung und erfolgreichen Übergabe. Die Fachberater wissen stets, welche Anforderungen erfüllt werden müssen, damit Flurförderzeug, Software und Regal perfekt aufeinander abgestimmt sind. Im Mittelpunkt der Beratung steht dabei immer auch die Wirtschaftlichkeit der angestrebten Lösung.

Logistikbilanz

erfasst in einem ganzheitlichen Ansatz die Kapital- und Vermögenswerte der Logistik und den Logistikerfolg. Sie erlaubt es, operative und strategische Handlungsalternativen mit ihren Auswirkungen durchzuspielen und so die Grundlage für Logistikentscheidungen zu schaffen. Die Logistikbilanz kann damit eine überzeugende Begründung neuer Strategien, Konzepte und Massnahmen liefern.

Logistik-Interface

verbindet als unternehmenseigene Schnittstellensoftware von Jungheinrich Warehouse Management Systeme (WMS) mit Fahrzeugen und weiteren Lagereinrichtungen. Verschiedene Lösungen können mit dieser Middleware einfach und flexibel in Ihr bestehendes IT-System integriert werden. Siehe auch Begriff «Middleware».

Logistikmarkt Schweiz

Die Logistikmarktstudie Schweiz ist die jährliche Vermessung des hiesigen Intralogistik-Marktes. Die Fokusstudie, die 2017 bereits zum zehnten Mal erschienen ist, untersucht das Volumen der in der Schweiz nachgefragten und angebotenen klassischen Investitionsprodukte der Intralogistik. Erstellt wird die Studie in Zusammenarbeit von GS1 Schweiz, dem Fachverband für nachhaltige Wertschöpfungsnetzwerke, und dem Lehrstuhl für Logistikmanagement der Universität St. Gallen unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Stölzle.

Logistiksysteme

sorgen idealerweise für höchste Umschlagleistung und einen maximal effizienten Materialfluss. Mit intelligenten Softwarelösungen vernetzen sie Maschinen, Systeme und Prozesse miteinander. Die Verbindung von Technologien der konventionellen Flurförderzeuge mit Lösungen bis hin zu vollautomatisierten Logistiksystemen wird bei Jungheinrich begleitet von innovativen und flexibel kombinierbaren Service- und Finanzdienstleistungen.

M-Commerce

Mobile Commerce: Spezialform des E-Commerce. Elektronisch gestützte Abwicklung von Geschäftstransaktionen (Leistungsanbahnung, Leistungsvereinbarung oder Leistungserbringung) auf Basis der Nutzung drahtloser Kommunikation (wie bspw. Mobilfunk, Wireless LAN oder Bluetooth) in Verbindung mit mobilen Endgeräten, wie bspw. Smartphones oder Tablet-Computer.

Middleware

Verschiedene Technologien und Lösungen am Stapler – bspw. RFID, Lagernavigation – erfordern einen Datenaustausch mit dem Warehouse Management System (WMS). Meistens sprechen diese jedoch keine gemeinsame Sprache. Um die Kommunikation dennoch zu ermöglichen, muss eine Schnittstelle zwischen WMS und Stapler bzw. Lagereinrichtung zum Einsatz kommen. Das Logistik-Interface, eine von Jungheinrich speziell entwickelte Middleware, übernimmt diese Aufgabe. Sie wird je nach Anwendungsfall auf einem Datenfunkterminal oder Server installiert und sorgt als Kommunikationszentrale für die Übersetzung der ausgetauschten Informationen.

One-Stop-Solution-Provider

liefert als Generalunternehmer von der Entwicklung über die Inbetriebnahme bis hin zur umfassenden Nachbetreuung alles, was für die Neugestaltung oder Modernisierung einer Intralogistik-Lösung erforderlich ist, «aus einer Hand». Dazu gehören u. a. die Neugestaltung und der Umbau von Lagern, die Konzeption und Steuerung von Materialflusssystemen, Fördertechnik und Sonderlösungen, die Entwicklung und Implementierung von Warehouse Management Systemen, Consulting und Engineering sowie die Ausgestaltung von Service- und Wartungsleistungen.

Produktschulungen

dienen der Einführung und Schulung der Lagermitarbeitenden in Bezug auf die neuen Komponenten im Lager. Dazu gehören u. a. Flurförderzeuge, Regalsysteme, automatisches Kleinteile- und Palettenlager, Fördertechniken, Lagerverwaltungs- bzw. Warehouse Management Systeme, Datenfunkausrüstungen und die Anlagensteuerung.

Prozessschulungen

umfassen in der Aus- und Weiterbildung von Lagermitarbeitenden im Umgang mit neuen Komponenten im Lager u. a. die Ist-Analyse des vorhandenen Know-hows der Akteure und die Vermittlung weiteren Know-hows zu neuen Intralogistik-Komponenten. Hinzu kommen die Begleitung der Lagermitarbeitenden im Alltag und vor Ort im Lager bei der Nutzung der neuen Lagerkomponenten sowie der Erfahrungsaustausch und Hilfestellung bei Problemfällen.

Rappan, Karl

lebte von 1905 bis 1996 und war österreichischer Fussballspieler und -trainer. Er nahm später die Schweizer Staatsbürgerschaft an. Fussballhistorisch am bedeutendsten ist seine «Erfindung» des sogenannten Schweizer Riegels, einer erfolgreichen Defensivtaktik, die später zum italienischen Catenaccio weiterentwickelt wurde. Er gilt damit als einer der Schrittmacher moderner Fussballtaktik.

RFID

Radio Frequency Identification: eine weit verbreitete Hochfrequenz-Identifikationstechnik neben Magnetkarte und Barcode. Es handelt sich um eine Technologie für Sender-Empfänger-Systeme, mit der Objekte mithilfe von hochfrequenten Wellen automatisch und berührungslos identifiziert bzw. lokalisiert werden können. Zugleich kann eine Verknüpfung von Informationen mit diesen Objekten erfolgen. Im Zusammenhang mit dieser Technologie werden oft auch Begriffe wie Transponder, Electronic Tagging oder Smartlabel verwendet.

Supply Chain Management (SCM)

bezeichnet einen ganzheitlichen Managementansatz, der auf die Ausgestaltung der Produktions- und Materialflüsse sowie der Auftragsprozesse vom Kundenauftrag über den Fertigungsauftrag bis hin zum Lieferantenauftrag abzielt. Flüsse von Rohstoffen, Bauteilen, Halbfertig- und Endprodukten sind hierin genauso abgebildet wie die gesamte Breite der Informationen entlang der Wertschöpfungs- und Lieferkette (Supply Chain).

Teilautomatisierung

ist eine Möglichkeit, den zentralen und arbeitsintensiven Prozess des Zusammenführens von Artikeln und Auftrag schneller und sicherer zu gestalten. Hierbei spielen manuelle, Semiautomatik- oder Automatiklager- und Fahrzeugsysteme zusammen. Das Ziel ist höchste Effizienz bei sehr hoher Lagerdichte und optimaler Flächennutzung. Die Varianz der Automatisierung richtet sich nach dem Kundenbedarf und kann bis zur Vollautomatisierung des Gesamtlagersystems reichen.

Warehouse Management Systeme

können die Effizienz der Prozesse im Lager deutlich steigern und die Kosten um bis zu 70 Prozent reduzieren. Sie verknüpfen die Material- und Informationsflüsse im Lager und erzeugen so eine breite Datenbasis und vollständige Prozesstransparenz. Ein intelligentes WMS passt sich durch seinen modularen Aufbau an die individuellen Prozesse und Bedürfnisse an. «Ein intelligentes WMS steuert die Lagerbereiche sowohl manuell als auch automatisch und ist flexibel, was künftige Erweiterungswünsche der Kunden betrifft», so Dr. Markus Heineker, Leiter Warehouse Management Systeme bei Jungheinrich.

Workflow

Ein arbeitsteiliger, oft auch wiederkehrender Geschäftsprozess. In einem Workflow werden Aufgaben, Verarbeitungseinheiten und deren Bezug zueinander innerhalb von Prozessen (bspw. Arbeitsablauf und Datenfluss) festgelegt.